, Artho Michèle

Austausch in den Bezirken – FKS-Thurgau stärkt Vernetzung der Spielgruppenleiter*innen

Ein voller Erfolg im Bezirk Münchwilen und Kreuzlingen

Der FKS-Thurgau (Fach- und Kontaktstelle für Spielgruppenleiter*innen) hat von den insgesamt fünf geplanten Bezirkstreffen in diesem Jahr bereits zwei erfolgreich durchgeführt. Die Anlässe fanden in Münchwilen und Kreuzlingen statt, weitere Treffen in Frauenfeld, Arbon und Weinfelden folgen in den nächsten Wochen.

Der FKS-Thurgau organisiert jährlich fünf Veranstaltungen. Dazu gehören in der Regel zwei bis drei Weiterbildungskurse – in diesem Jahr beispielsweise zu den Themen Entwicklungspsychologie im Spielgruppenalter sowie Elternzusammenarbeit. Daneben stehen praxisorientierte Workshops auf dem Programm, bei denen Hilfsmittel wie Kamishibai oder Filzfingerpuppen hergestellt werden, um die Sprachförderung in Spielgruppen zu unterstützen. Diese Weiterbildungsangebote ziehen Fachpersonen aus dem ganzen Kanton an.

Ein besonderes Anliegen des Vorstands ist es jedoch, auch den persönlichen Austausch und die Vernetzung zu fördern. Aus diesem Grund werden im Herbst in allen fünf Bezirken Austauschabende durchgeführt. Die Resonanz auf die Raumsuche war gross: Zahlreiche Schulgemeinden haben ihre Infrastruktur zur Verfügung gestellt, sodass die Treffen in schulischen Räumlichkeiten stattfinden können. Für den Vorstand bedeutet dies zwar einen zusätzlichen Aufwand, den er aber gerne in Kauf nimmt, um näher an den Spielgruppenleiter*innen zu sein.

Bei den bisherigen Treffen wurden zahlreiche Themen intensiv diskutiert – darunter der Start ins neue Spielgruppenjahr, das Selektive Obligatorium, Fragen des Spielgruppenalltags sowie die laufende Umstrukturierung des Schweizerischen Spielgruppenleiter*innen-Verbands (SSLV). Erfreulich ist, dass die Spielgruppen im Kanton gut ins neue Jahr gestartet sind und die Anmeldezahlen durchwegs positiv ausfallen. Ein zentrales Thema bleibt der Ablösungsprozess: Spielgruppenleiter*innen bemühen sich, Eltern und Kinder behutsam durch diese Phase zu begleiten – ein Balanceakt zwischen der Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung und dem Aufbau von Vertrauen zu einer neuen Bezugsperson.

Auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen stehen im Fokus. Oft sind es gerade die Spielgruppenleiter*innen, die als erste Fachpersonen Auffälligkeiten wahrnehmen. Entsprechend beschäftigt viele die Frage, wie mit Beobachtungen professionell umgegangen werden soll.

Das Selektive Obligatorium ist mittlerweile im zweiten Jahr und hat sich mehrheitlich positiv etabliert. Besonders erfreulich: In einigen Gemeinden werden bereits allen Kindern einen Spielgruppenplatz finanziert. Damit wird nicht nur die Sprachförderung unterstützt, sondern auch die Sozialkompetenz gestärkt – ein Beitrag zur Chancengleichheit.

Seit fünf Jahren führt der FKS-Thurgau zudem eine Geschäftsstelle. Diese ist nicht nur für Vereinsmitglieder eine wichtige Anlaufstelle, sondern steht auch Behörden und interessierten Nichtmitgliedern zur Verfügung. Damit unterstreicht der Verein sein Ziel, Spielgruppen im Kanton professionell zu begleiten und weiterzuentwickeln.

Michèle Artho, Präsidentin FKS-Thurgau (14.09.25)